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Ich will ja, aber ich schaff’s nicht – warum Veränderung so schwer fällt

Wissen allein reicht nicht: Warum du trotz Selbstreflexion auf der Stelle trampelst

Du hast dich jahrelang mit dir beschäftigt, hast Bücher gelesen, Podcasts gehört, warst vielleicht in einer therapeutischen Begleitung oder im Coaching und du analysierst deine Verhaltensmuster, die Dynamiken mit anderen Menschen. Du nimmst das alles wahr. Und dann tendierst du dazu, noch mehr zu lernen, noch mehr zu wissen, und wissen zu wollen. Beleuchtest dich aus 100 verschiedenen Perspektiven. Warum du in bestimmten Situationen so reagierst, wie du reagierst. Und du weißt ja auch, wo das herkommt. Du kannst das alles erklären, aber es ändert sich nichts. Mir ging es viele Jahre ganz genauso. Ich habe sehr, sehr lange auf dieser Stelle getrampelt und bin keinen Schritt vorwärts gekommen.

Ich erkenne mich in so vielen Dingen wieder und habe jedes Mal wieder dieses Aha-Erlebnis. Das waren alles total wertvolle Dinge, um mich besser zu verstehen. Aber ich bin keinen Schritt weitergekommen. Es fühlte sich eher so an, als würde ich ganz weit nach links und ganz weit nach rechts laufen, aber keinen Schritt vorwärts. Das hat sich dann auch in meinem Verhalten gespiegelt. Auch wenn ich wusste, dass ich die Dinge anders tun muss, sind sie in dem Moment aber nicht gekommen. Ich habe meine Muster verstanden, aber wenn es dann darauf ankam in der Situation, habe ich trotzdem so gehandelt wie früher.

Das zu realisieren war der Moment, in dem mir klar wurde: Ich brauche nicht noch mehr Wissen. Ich brauche eine Struktur, um in die Umsetzung zu kommen.

Was in deinem Gehirn passiert, wenn du versuchst, dich zu verändern

Unser Gehirn verändert sich durch Wiederholungen und Erfahrungen. Jedes Mal, wenn du einen Gedanken denkst, eine Reaktion zeigst oder ein Verhalten ausführst, wird die neuronale Verbindung dahinter ein kleines bisschen stärker. Stell dir das wie ein Straßennetz vor. Eine Autobahn, die häufig befahren wird, kannst du sauschnell befahren, weil die Straße perfekt ausgebaut ist. Wenig benutzte Wege allerdings, wie zum Beispiel ein Schotterweg, die verkümmern mit der Zeit zu Feldwegen. Da wächst Gras drüber. Das nennt sich neuronale Plastizität. Und es funktioniert unabhängig davon, ob das Muster dir gut tut oder dich einschränkt.

In dem Moment, wo dich eine Situation triggert, nimmt dein Gehirn in einer Millisekunde die bestbefahrenste Route, also die Autobahn. Der neue Weg ist zwar auch irgendwo da, aber du entscheidest dich ja nicht bewusst, den Schotterweg zu wählen, wenn du auch die Autobahn fahren kannst. Und deshalb passiert das alte Muster so schnell, noch bevor du eigentlich schalten kannst.

Dazu kommt noch etwas, das wir als versteckten Vorteil bezeichnen von einem Verhaltensmuster. Jedes Muster, das du in dir trägst, hatte irgendwann mal eine Funktion. Traumafolgen sind grundsätzlich eine Schutzfunktion, die unser Körper so etabliert hat. Das Nervensystem hat das abgespeichert und behandelt dieses Muster seitdem als sehr vertraut. Und vertraut bedeutet sicher. Diese innere Stimme schaltet sich bei Veränderungsprozessen ein und möchte das Bekannte, das Sichere verteidigen. Sie schützt sich also nach einem Muster, das einmal sehr dienlich für dich war, aber heute vielleicht nicht mehr.

Kleine Erfahrungen statt großes Wissen: So entsteht echter Wandel

Was Veränderung aber tatsächlich in Gang setzt, sind konkrete Erfahrungen, die dein System macht, dass ein neues Verhalten möglich ist und gut ausgeht. Die Forschung zur Verhaltensänderung, unter anderem auch aus der kognitiven Verhaltenstherapie und Neuropsychologie, zeigt, dass kleine wiederholte Erfolgserlebnisse die effektivste Grundlage dafür sind, Veränderungen zu integrieren. Jedes Mal, wenn du anders handelst und erlebst, dass es funktioniert, wird dieser Schotterweg ein bisschen breiter. Und je öfter du das neue Verhalten ganz bewusst und aktiv nutzt, desto schneller wird aus dem Schotterweg auch eine Autobahn.

Lass mich das mal an einem konkreten Beispiel festmachen. Nehmen wir das Thema Grenzen. Du passt dich an, du gibst ständig nach, du richtest dich nach anderen aus und irgendwann weißt du gar nicht mehr wirklich, was du eigentlich willst. Du könntest dir als Ziel setzen, deine eigene Stimme wiederzufinden, zu lernen, selber zu entscheiden und dich Schritt für Schritt daran zu gewöhnen, das zu sagen, was du fühlst, was du denkst, und deine eigenen Bedürfnisse voranzustellen. Und das kann am Anfang ziemlich ungemütlich werden. Vielleicht werden Menschen dich auch verlassen, weil du jetzt nicht mehr dienlich für sie bist. Und weil diese Umbruchphase so stolperig ist, so unangenehm, brechen die meisten auf der Schotterpiste ab. Evolutionsbiologisch ist es sogar an uns angelegt, dass wir immer den Weg der niedrigsten Energieaufbringung wählen.

Ein System für die ersten und schwierigsten 30 Tage der Veränderung

Als ich dann angefangen habe, mein Denken systematisch zu trainieren, konsequent, täglich, mit einem klarem Fokus, hat sich ganz schön viel bewegt in mir. Und genau dafür habe ich ein System entwickelt, das genau das abbildet. Das begleitet dich in der ersten und schwierigsten Phase, also in den ersten 30 Tagen, in denen du über diese holprige Schotterpiste fährst. Es kombiniert die Aspekte aus der Neurobiologie und Verhaltenspsychologie, um unser Gehirn an Veränderungsprozesse zu gewöhnen.

Wir nehmen das Thema, das den größten Hebel auf dein Leben gerade hat. Und dann sammelst du 30 Tage lang kleine Beweise dafür, dass du anders handeln kannst. Dein Gehirn lernt durch Erfahrung, und genau hier baust du täglich deine Schotterpiste aus. Ob dein Thema jetzt Grenzen setzen ist, deine innere Stimme wiederfinden, eine Beziehungsdynamik, dein Selbstwert, People-Pleasing oder nicht in die Umsetzungskraft kommen, das spielt keine Rolle. Das System ist auf alles anwendbar, denn es geht nicht um das Thema. Es geht um die Dynamik, die in deinem Gehirn stattfindet.

Ich sage dir ganz ehrlich, das ist kein Zaubertrank. Es ist nicht dieses eine Tool, das dir verspricht, dass du danach geheilt bist. Es ist eine Möglichkeit, die du, wenn du dich hier wiedererkennst, auch gerne mal ausprobieren kannst. Und hier ist meine Abschlussfrage für dich: Welcher Hebel wäre in deinem Leben aktuell der größte und was würde sich verändern, wenn du dich nur auf diesen einen Hebel konzentrierst?

Der Versuch, Sicherheit durch Kontrolle zu erschaffen

Zu viel denken, zu viel anpassen

Diese Folge ist für alle, die zu viel denken und sich zu sehr anpassen. Für alle Menschen, die Millionen Szenarien durchspielen, die niemals eintreten werden. Die Grenzen setzen und sie dann doch nicht halten. Ich komme nämlich genau aus dieser Ecke. Ich kenne das Gefühl sehr, sehr gut, in so ein Muster festzustecken, das ich längst durchschaut habe, aber es irgendwie trotzdem nicht hinbekomme, es zu verändern. Ich habe mein ganzes Leben lang nach Sicherheit gesucht. Habe mich angepasst, damit andere positiv auf mich reagieren. Habe Grenzen gesetzt, die ich dann doch nicht eingehalten habe, weil die Reaktion meines Gegenübers sich dann zu unsicher angefühlt hat. Ich wusste das alles. Das ist ja das Ding, ich konnte das benennen, ich konnte das erklären, ich habe es ja aus 100 Perspektiven beleuchtet und analysiert und trotzdem lief es immer gleich.

Sicherheit durch Kontrolle: das Muster hinter dem Muster

Was ich damals aber noch nicht verstanden hatte: ich habe nicht einfach nur zu viel nachgedacht oder mich zu sehr angepasst, sondern ich habe versucht, Sicherheit herzustellen, indem ich versucht habe, die Kontrolle zu behalten. Es gibt also ein Muster hinter dem Muster. Overthinking und People-Pleasing haben im Kern genau diese Gemeinsamkeit, der Versuch, Dinge zu kontrollieren, um Sicherheit herzustellen.

Wenn du über die Vergangenheit nachdenkst und immer wieder dieselben Situationen durchgehst, was tust du da eigentlich? Du versuchst, die Vergangenheit zu kontrollieren. Wenn du dir Szenarien für die Zukunft ausmalst, alle möglichen Varianten, alle möglichen Reaktionen, all das, was möglicherweise schief gehen könnte, was tust du da eigentlich? Du versuchst, die Zukunft zu kontrollieren. Und wenn du dich anpasst und Dinge tust, die du eigentlich nicht willst, wenn du Grenzen setzt und sie dann doch nicht hältst, was tust du da eigentlich? Du kontrollierst, wie andere auf dich reagieren. Zumindest versuchst du zu kontrollieren, wie andere auf dich reagieren, wie andere über dich denken könnten.

Unser Nervensystem hat gelernt, dass Kontrolle Sicherheit bedeutet. Ich denke da gerade an Kinder, die in einem Haushalt aufgewachsen sind mit gestressten oder überforderten Eltern, die dem Kind signalisiert haben, dass das Kind so nicht richtig ist, wie es ist. Wenn das Kind sich nicht so verhält, wie es diese Eltern haben wollen, dann lernt das Kind ganz schnell, sich anzupassen. Und diese Form der Anpassung ist ein Versuch der Kontrolle für das Kind, der ihm Sicherheit gibt. Das ist eine wahnsinnig intelligente Schutzstrategie dieses Kindes. Was aber dann passiert, ist, dass es Anteile von sich wegschließt, die ja nicht erwünscht sind, und diese Anteile so lange wegschließt, bis sie ihren Weg im Erwachsenenalter finden, um sich zu zeigen. Also es lohnt sich, der Blick mal in die Vergangenheit und es lohnt sich, der Blick mal seine eigenen Muster zu hinterfragen, um zu verstehen, wo kommt das denn eigentlich her? Wenn wir verstehen, wo unser Verhalten herkommt und warum wir das tun, dann können wir das greifen und dann können wir damit arbeiten.

Zwei Kräfte, die gegeneinander arbeiten

Ich selber habe dazu tendiert, bis ins kleinste Detail alles zu analysieren und aus hunderten Perspektiven zu beleuchten. Das alles zu verstehen hat mir sehr viel weitergeholfen. Aber es hat mich beschäftigt gehalten mit der Vergangenheit. Und je öfter ich diese Gedankenschleifen durchgespielt habe, desto mehr habe ich mich damit identifiziert.

Ich habe beobachtet, dass meine Gedanken und meine Wünsche in zwei komplett unterschiedliche Richtungen gezeigt haben. Ich wollte Leichtigkeit, ich wollte aufhören, mich anzupassen, ich wollte meine Grenzen nicht nur setzen, sondern sie auch halten. Aber meine Gedanken liefen die ganze Zeit auf Unsicherheit, Kontrolle, Worst-Case-Szenario. Und das ist das, was passiert, wenn zwei Kräfte gegeneinander arbeiten. Du wünschst dir das eine, aber du denkst in die andere Richtung. Und solange das so ist, bleibst du auf der Stelle stehen.

Dein Leben spiegelt dir zurück, was du am stärksten in dir trägst, was du täglich denkst, was du über dich selbst für wahr hältst. Wenn du glaubst, dass Sicherheit nur durch Kontrolle entsteht, wird das Leben dir immer wieder Situationen schicken, die diesen Glauben bestätigen. Dein Fokus erschafft also deine Realität. Klingt vielleicht spirituell, ist aber gleichzeitig reine Neurobiologie. Unser Gehirn baut aus, was wir am häufigsten denken und tun.

Die Schotterpiste: Veränderung als Prozess

Stell dir das wie ein Straßennetz vor. Eine Autobahn, die du täglich fährst, die ist perfekt ausgebaut. Der neue Weg, der Schotterweg, der in die Richtung führt, in die du gehen möchtest, der ist aber noch unbefahren, holprig und ungemütlich. Und in dem Moment, wo dich eine Situation dann triggert, nimmt dein Gehirn automatisch die Autobahn. Das erklärt, warum Wissen alleine nichts verändert. Dein System fährt die bekannte Route, weil sie vertraut ist und weil sie dadurch Sicherheit bietet.

Als ich angefangen habe, meine Gedanken, meinen Fokus dahin auszurichten, wo ich hin möchte, haben sich meine Gedanken in dieselbe Richtung bewegt, wie das, was ich mir wünsche. Und das war der Moment, als sich Veränderung eingestellt hat. Es braucht also die Bereitschaft, die Schotterpiste auch dann weiter zu fahren, wenn alles wackelt und sich alles ungemütlich anfühlt. Denn dieses Gefühl bedeutet nicht, dass irgendwas falsch ist, sondern es bedeutet, dass du gerade einen neuen Weg ausbaust, den du gewählt hast.

Jede Erfahrung, jeder Versuch, jedes Mal, dass du es probiert hast und es doch noch nicht geklappt hat, das war alles andere als scheitern, sondern ein Üben. Die Sicherheit, die ich in mir über Jahre im Außen gesucht habe, kommt heute mehr und mehr von innen. Wenn du dir deine Schotterpiste vorstellst, wie würde die eigentlich heißen?

Trauma aus energetischer Sicht verstehen – Akasha Chronik, Channeling und Energiearbeit

Wenn Psychologie nicht mehr ausreicht

Was, wenn hinter deinen Mustern mehr steckt, als Psychologie erklären kann? Ich spreche mit Clarissa Gebauer über die Akasha Chronik, Channeling, Hellsinne, Energiearbeit und wie Traumafolgen und Spiritualität zusammenhängen, was parallele Leben mit deinen heutigen Mustern zu tun haben könnten und warum echte Veränderung manchmal da ansetzt, wo Wissenschaft aufhört.

Die Akasha Chronik und was sie mit dir zu tun hat

Ein Gespräch, das sich nicht erklären lassen will, sondern gefühlt werden möchte.

Erdung und Traumafolgen – Wurzelchakra, Vagusnerv und wie du Sicherheit lernst

Erdung: Zwischen Energiearbeit und Nervensystemregulation

In dieser Folge geht es um das Thema Erdung, was Erdung eigentlich bedeutet und wie Energiearbeit und Psychologie hier zusammenkommen. Ich teile meine Erkenntnisse meiner ersten Session mit meiner neuen Mentorin Clarissa, die mir das Thema Energiearbeit beibringt. Denn in dieser Session ging es auch ganz stark um das Thema Erdung. Ich bringe ein paar Zusammenhänge mit rein, die mich seitdem beschäftigen, zwischen dem Wurzelchakra, dem Nervensystem, der Nervensystemregulation und dem, was Forschung und Traumaarbeit dazu sagen. Wenn du schon länger zwischen diesen beiden Welten stehst, zwischen Traumatologie oder Psychologie, also Wissenschaft und der Spiritualität und Energiearbeit, dann ist diese Folge für dich.

Meine erste Session mit Clarissa und die Verbindung zum Wurzelchakra

Ich lerne mich gerade selbst nochmal auf einer ganz neuen Ebene kennen durch dieses Mentoring. Es geht viel um Energiearbeit, ums Channeln, um Akasha-Chronik und wie ich meine Fähigkeiten für mich und meinen authentischen Weg einsetzen kann. Clarissa hat mich zu meinem Wurzelchakra geführt. Das Interessante war, ich hatte mich schon mit der Chakrenlehre beschäftigt, allein schon durchs Human Design, aber mir ist aufgefallen, dass ich gar nicht wusste, wie fühle ich denn in meinem Wurzelchakra. Als sie sagte, fühl mal in den Wurzelchakra hinein, da habe ich so eine Minute gebraucht, um dann die Rückfrage zu stellen, wo genau ist es denn? Ich hatte keine Verbindung zu meinem Wurzelchakra. Ich fühlte da gar nichts.

Als wir das dann aber geklärt haben und ich langsam angefangen habe, dahin zu spüren, indem ich auch meine Hände auf meinen Unterbauch gelegt habe, da kamen mir sofort die Tränen. Clarissa hat mich dann zum Erdkern geführt. Ich habe mich energetisch durch mein Wurzelchakra, einer Verwurzelung zum Erdkern, da rein gespürt. Je länger das ging, desto mehr flossen Tränen. Mein Verstand hat da überhaupt keine Rolle gespielt, es war eine Emotion, die aus meinem Körper kam. Was dann hochkam, war die tiefe Verbindung zur Erde. Ich habe mich zum ersten Mal verbunden mit dem Boden gesehen. Und dadurch, dass ich verbunden mit dem Boden war, konnte ich überhaupt meine Hand in den Himmel strecken, also vor meinem inneren Auge, und so einen Kanal bilden vom Himmel oder vom Universum durch meinen menschlichen Körper hin zur Erde.

Ich erzähle euch das, weil ich weiß, dass viele von euch mit Chakras in Berührung gekommen sind. Ich möchte hier den Unterschied verdeutlichen, was es für ein Riesenunterschied ist, sich nur Wissen darüber anzueignen und es wirklich zu erleben. Denn ich habe gemerkt, dass diese erste Session mir noch mal gezeigt hat, wie wichtig es ist, das Wissen in die Praxis umzuwandeln und zu fühlen, vor allen Dingen im Körper zu fühlen. Denn da sitzen bekanntlich unsere ganzen Emotionen.

Das Wurzelchakra als neurobiologische Realität

Du wirst nach dieser Folge verstehen, warum dein Wurzelchakra nicht nur ein spirituelles Konzept ist, sondern eine neurobiologische Realität in deinem Körper. Das Wurzelchakra sitzt an der Basis der Wirbelsäule. Es ist das erste Chakra, das sich entwickelt, bereits schon im Mutterleib. Es trägt also die frühesten Erfahrungen, die wir als Menschen haben. Bin ich sicher hier? Darf ich hier sein? Werden meine Bedürfnisse erfüllt?

Es gibt eine amerikanische Psychotherapeutin, Dr. Anodea Judith, die als Pionierin gilt, weil sie als eine der ersten die jahrtausendealte Chakrenlehre mit moderner Psychologie und Somatik verbunden hat. Diese Psychotherapeutin ordnet jedes Chakra einer spezifischen Phase der Kindheitsentwicklung zu, mit den dazugehörigen psychologischen Themen, Wunden und Heilungswegen. Das Wurzelchakra entspricht der frühesten Phase, Säuglingsalter bis zum ersten Lebensjahr, mit den Themen Vertrauen, Sicherheit und Zugehörigkeit. Wenn diese Phase durch Stress, Instabilität oder traumatische Erfahrungen geprägt war, trägt dieses Wurzelchakra diese Erfahrungen mit, entweder als Blockade oder als Überkompensation, zu viel Festhalten, Kontrollbedürfnis und so weiter. Beides sind Antworten des Systems auf dasselbe Grundgefühl: Ich bin hier nicht sicher.

Das zeigt sich dann sehr konkret im Alltag. Chronische Angst, das Gefühl, nie wirklich anzukommen, Schwierigkeiten loszulassen, alles kontrollieren wollen. Und das sind alle Signale deines Systems, ob jetzt auf traumatologischer, psychologischer Ebene oder eben spirituell aus der Energiearbeit.

Erdung ist kein spirituelles Konzept, sondern Training für das Nervensystem

In der Trauma-Arbeit und Psychologie sprechen wir auch von Nervensystemregulation. Das Nervensystem kommt aus dem Schutzmodus heraus und findet zurück in Sicherheit. In der Energiearbeit sprechen wir davon, Wurzeln in die Erde zu schicken, sich also mit dem Erdkern zu verbinden und geerdet zu sein. Es beschreibt denselben Prozess. Der zentrale Akteur ist dabei der Vagusnerv. Er ist der längste Hirnnerv im menschlichen Körper und verbindet das Gehirn mit fast allen inneren Organen. Wenn der Vagusnerv aktiv ist, sinkt der Herzschlag, die Atmung vertieft sich, der Körper signalisiert, hier ist es sicher, hier kannst du zur Ruhe kommen. Die Wissenschaft und die Energielehre sprechen also vom selben System. Sie benennen es einfach nur anders.

Ich lebe seit über zehn Jahren nomadisch und pendle zwischen Portugal, Bali und Köln. Ich bin sehr kopflastig gesteuert, ich denke viel nach, und das sind alles nicht unbedingt förderliche Dinge, die mich erden. Ein Nervensystem, das lange im Aktivierungsmodus war, hat gelernt, Bewegung und Beschäftigung als Sicherheit zu interpretieren. Gedanken, Planung, Analysen, das ist für viele Menschen unbewusst eine Regulationsstrategie. Und Ruhe fühlt sich dann nicht wie Erholung an, weil das Nervensystem Ruhe eben als noch nicht sicher empfindet.

Erdung ist kein spirituelles Konzept, das ist schon mal klar. Es ist die Basis für alles, was du aufbauen willst, für jede Veränderung, für jede Praxis, für jedes Wachstum. Auf einem Felsen sitzen, barfuß gehen, bewusst atmen und sich vorstellen, wie man Wurzeln in den Erdkern schickt, das klingt vielleicht erstmal simpel, aber das hat eine direkte Wirkung auf den Vagusnerv und damit auf das gesamte Nervensystem. Das ist buchstäblich Training für den Körper, Sicherheit neu zu lernen. Das Wurzelchakra, der Vagusnerv, die Nervensystemregulation sind drei verschiedene Wege, dasselbe zu sagen. Dein System braucht eine Basis, von der es sich aus sicher fühlt. Und diese Basis entsteht durch das Fühlen, durch das ganz bewusste Fühlen, durch kontinuierliche, vielleicht tägliche kleine Momente, in denen du deinem Körper zeigst, dass es hier sicher ist, genau jetzt in diesem Moment.

So kreierst du unbewusst die Realität, die du nicht willst

Du kreierst deine Realität

Du kreierst deine Realität. Das hast du sicher schon mal gehört. Aber was bedeutet das eigentlich? Und warum klappt es bei so vielen nicht, das Ergebnis zu erzählen, was die sich eigentlich wünschen? Die Welt ist nicht so, wie du sie siehst und die Welt ist auch nicht so, wie ich sie sehe. Die Welt ist so, wie jeder einzelne Mensch auf dieser Erde die Welt wahrnimmt. Und unsere Wahrnehmung ist geprägt davon, wie wir aufgewachsen sind, wie wir sozialisiert worden sind. Ich möchte heute sowohl aus spiritueller Sicht als auch aus wissenschaftlicher Sicht beleuchten, was genau hinter diesem Mechanismus steckt und was du brauchst, um deinen Fokus auf die Realität auszurichten, die du dir für dein Leben wünschst.

Wie dein Gehirn filtert, was du siehst

Jede Sekunde prasseln Millionen von Reizen auf uns ein. Geräusche, Bilder, Gerüche, Körperempfindungen, Gedanken und so weiter. Dein Gehirn kann das aber alles nicht gleichzeitig verarbeiten, es muss also filtern. Der Mechanismus, der das tut, den nennen Neurobiologen Reticular Activating System. Das ist ein Netzwerk von Neuronen in unserem Hirnstamm und es entscheidet sekündlich darüber, was unser Bewusstsein überhaupt erreichen soll, basierend auf dem, was du für relevant hältst und was du glaubst, was du erwartest. Dein Gehirn sieht nur, was es bereits kennt und für wahr erhält.

Ein einfaches Beispiel dazu kennst du wahrscheinlich aus deinem eigenen Leben. Stell dir ein bestimmtes Auto vor, das du vielleicht haben möchtest, oder du bist schwanger und plötzlich siehst du nur schwangere Frauen oder Frauen mit Kindern oder eben diese bestimmte Automarke, die du haben willst. Vorher waren diese Autos und die schwangeren Frauen auch schon da. Aber die wurden rausgefiltert, die hast du nicht gesehen.

Und das Schöne ist, dass dasselbe genau mit deinen Überzeugungen passiert. Wenn du glaubst, dass Veränderung schwer ist, dann filtert dein Gehirn genau die Beweise heraus, die dir bestätigen, dass Veränderung schwer ist. Wenn du glaubst, dass du immer zu viel bist, dann wird dein Gehirn dir Beweise liefern, um dich zu bestätigen. In der Psychologie gibt es auch einen Begriff dafür, und zwar die selbsterfüllende Prophezeiung. Das heißt, eine Erwartung oder Überzeugung, wenn sie stark genug gehalten wird, beeinflusst das eigene Verhalten so, dass es sich selbst bestätigt. Das bedeutet, die Überzeugung, die du von dir hast, formt dein Verhalten, und dein Verhalten formt deine Realität, und deine Realität bestätigt deine Überzeugungen wiederum, die du von dir hast. Das ist ein Kreislauf, der sich immer wieder bewahrheitet.

Dein Gehirn baut für jeden Gedanken und jedes Verhalten, das du oft genug wiederholst, neuronale Netzwerke auf. Das kannst du dir vorstellen wie eine Autobahn. Je häufiger sie wiederholt werden, desto stärker und schneller werden sie zu einer Autobahn. Wo hingegen ein neues Verhalten, ein neuer Gedanke, eine neue Überzeugung erstmal die Schotterpiste fährt. Und wenn wir dann vor einer Situation stehen, wenn wir eine Entscheidung treffen möchten, dann entscheidet unser Gehirn sich immer für den schnellsten Weg und nimmt in der Regel die Autobahn.

Gesetz der Resonanz, Quantenphysik und die Macht der Perspektive

Das Gesetz der Resonanz beschreibt, dass du ausstrahlst, was du bist. Das Universum antwortet auf einen Zustand, auf deine Frequenz, auf das, was du in dir trägst. Es antwortet auf das, was du wirklich glaubst, was wahr ist. Gleiches zieht Gleiches an. Die Energie, die du in dir trägst, die du ausstrahlst, die matcht mit den Energien, die dazu passen. Gleiches findet man auch in der Quantenphysik. Da gibt es den Beobachtereffekt. Ein Quantenteilchen existiert in einem Zustand aller Möglichkeiten gleichzeitig, bis es beobachtet wird. Erst durch die Beobachtung kollabiert es in einen definierten Zustand. Der Beobachter ist also nicht getrennt von dem, was er beobachtet, er ist Teil davon.

Also all das aus der Quantenphysik, aus der spirituellen Sicht, mit dem Gesetz der Resonanz, die selbsterfüllende Prophezeiung, beschreiben alle dasselbe. Wie du beobachtest, mit welchem inneren Zustand du auf die Welt schaust, beeinflusst, was du wahrnimmst, was du für möglich hältst. Und das bedeutet auch, wenn dein Fokus täglich auf dem liegt, was dir fehlt, was du nicht hast, was nicht geklappt hat, dann kreierst du mehr davon. Und das Schöne ist, was in die eine Richtung geht, geht auch in die andere Richtung, gezwungenermaßen. Das heißt, wenn du deinen Fokus auf das ausrichtest, was du haben möchtest, kreierst du mehr davon.

Identifikation versus Integration von Prägungen

Ich habe mich in meinem Leben übermäßig angepasst, dass das, was gerade gebraucht wurde, erfüllt worden ist, ohne dabei auf meine eigenen Bedürfnisse zu achten. Früher in meiner Arbeitswelt wurde ich das Chamäleon genannt, weil ich mich an alle Situationen und alle Menschen immer bestmöglichst anpassen konnte. Ich selber, mit meiner Identität, hatte da gar keinen Platz mehr. Und diese innere Überzeugung hat dafür gesorgt, dass ich Menschen in mein Leben ziehe, die genau davon profitieren.

Irgendwann habe ich begonnen, diese Fähigkeit mal aus einer anderen Perspektive zu sehen. Ich kann meine Sprache verändern, wenn ich will. Ich kann meine Körperhaltung anpassen, wenn ich will. Ich kann jeder Person auf Augenhöhe begegnen, wenn ich das will. Die Frage ist nur, wie und wann setze ich das ein, und zwar selbstbestimmt aus mir heraus. Das heißt, die Prägung verändert sich gar nicht, aber die Bedeutung, die ich ihr gebe, verändert sich, und das kreiert wiederum meine neue Realität.

Wenn du dich mit einer Prägung identifizierst, dann kreierst du mehr davon, weil es deine Identität ist. Wenn du sie allerdings integrierst und die Macht darüber hast, aus welcher Perspektive du sie beleuchtest, kreierst du gemeinsam mit ihr. Also, wir suchen oft nach dem richtigen Weg, nach der richtigen Entscheidung, nach dem richtigen Moment. Aber die Frage ist eher, wer bist du, der das entscheidet? Welchen Zustand trägst du in dir, während sich dein Leben bewegt, während sich dein Leben entfaltet? Genau das ist die Frequenz, die deine Realität bestimmt. Das, was du für wahr hältst, wird sich als Wahrheit in deinem Leben zeigen.

Wenn du wirklich, wirklich ehrlich zu dir bist: Was denkst du über dich, wirklich in den Momenten, in denen etwas nicht so klappt, wie du es dir vorstellst? Und wie passen die Gedanken zu dem Ergebnis oder dem Ziel, das du dir eigentlich wünschst?

Menschen ändern sich nicht – das kannst du tun

Warum wir uns wünschen, dass andere sich ändern

Ich glaube, wir kennen das alle. Wir regen uns darüber auf, dass andere so sind, wie sie sind, und wünschen uns am liebsten, dass sie sich verändern. Warum kann mein Partner sich endlich nicht so verhalten, wie ich mir das wünsche? Warum mischen sich meine Eltern ständig in mein Leben ein? Warum versteht meine Freundin einfach nicht, dass mich das triggert, wenn sie sich so verhält? Ich bin mir ziemlich sicher, dass du mindestens einmal diese Situation in deinem Leben hattest, in der du dir gewünscht hast, dass diese Person sich doch einfach bitte nur ändern soll, weil du damit nicht klarkommst. Wir haben alle schon mal diesen Satz gehört: Du kannst andere nicht ändern, nur dich selbst und deine innere Einstellung. Ja, stimmt. Aber was genau macht man denn jetzt in so einem Moment? Was bedeutet das konkret, wenn man gerade mitten in einer Situation steckt, in der man sich einfach nur wünscht, dass jemand endlich anders ist? Ich möchte dir ein paar Perspektiven mitgeben, die deine Sicht auf solche Momente verändern können.

Innere versus äußere Kontrollüberzeugung

Die Psychologie hat dafür einen Begriff, und der nennt sich die innere versus die äußere Kontrollüberzeugung. Vereinfacht gesagt geht es darum, wo du glaubst, dass die Kontrolle über dein Leben sitzt. Menschen mit einer äußeren Kontrollüberzeugung erleben, dass das, was ihnen passiert, hauptsächlich von außen bestimmt wird, durch andere Menschen, durch Umstände, durch das Schicksal. Menschen mit einer inneren Kontrollüberzeugung erleben sich selbst als die entscheidende Variable in ihrem Leben, nicht weil sie alles kontrollieren können, sondern weil sie immer eine Wahl haben, wie sie mit dem umgehen, was passiert.

Die Forschung zeigt, dass unsere Kontrollüberzeugung stark durch frühe Erziehungserfahrungen geprägt wird. Kinder, die Autonomie erleben durften, die selbst Entscheidungen treffen und die Verbindung zwischen ihren Handlungen und den daraus folgenden Konsequenzen entdecken konnten, entwickeln eher das Gefühl, dass sie selbst etwas bewirken. Kinder, die in einem sehr kontrollierten oder unvorhersehbaren Umfeld aufgewachsen sind, lernen dahingegen früh, die Aufmerksamkeit nach außen zu richten. Das war damals die sinnvollste Strategie. Als Erwachsene tragen viele von uns diese Strategien aber weiter, ohne es zu bemerken. Die äußere Kontrollüberzeugung ist eine gelernte Überzeugung, und gelernte Überzeugungen lassen sich entlernen oder verändern.

Der Psychiater Viktor Frankl hat in Konzentrationslagern beobachtet, was Menschen am Leben hält und was sie aufgeben lässt. Er beschreibt, dass Menschen in den extremsten Umständen eine Freiheit besitzen, eine Freiheit bleibt. Und das ist die Wahl der eigenen Haltung. Sein Satz lautet: Zwischen Reiz und Reaktion liegt ein Raum. Und in diesem Raum liegt unsere Freiheit. Das bedeutet konkret: Du kannst nicht kontrollieren, ob sich deine Mutter in dein Leben einmischt, aber du kannst entscheiden, was du mit dieser Situation machst, welche Bedeutung du ihr gibst, wie du reagierst.

Radikale Akzeptanz und der Perspektivwechsel

Es gibt noch eine weitere Perspektive, die ich einbringen möchte, und das ist die radikale Akzeptanz. Das bedeutet, dass wir die Situation, in der wir uns befinden, vollständig annehmen, ohne gegen diese Situation zu kämpfen. Das bedeutet nicht, dass du alles gut finden musst. Das bedeutet einfach nur, dass du aufhörst, Energie dafür zu verbrauchen, eine Realität zu bekämpfen, die sich nicht verändern lässt. Stell dir vor, du stehst im Regen und du bist wütend auf den Regen. Du kannst wütend sein, du kannst dir wünschen, dass der Regen aufhört, aber du wirst trotzdem nass. Radikale Akzeptanz heißt in dem Moment: Es regnet. Was brauche ich jetzt? Der Fokus verschiebt sich von dem, was du nicht kontrollieren kannst, zu dem, was in deiner Macht liegt.

Und genau in diesem Raum kommt der Perspektivwechsel dazu. Der Perspektivwechsel bedeutet: von „Warum ist diese Person so?“ zu „Was brauche ich, um trotzdem weiterzugehen?“ Wir denken, wenn wir nur verstehen würden, warum dieser Mensch sich so verhält, dann könnten wir ihm erklären, wie es besser gehen würde. Aber wir können eine Person nicht zu 100 Prozent verstehen und erst recht nicht verändern. Die eigentliche Frage ist also nicht, warum handelt dieser Mensch so. Die eigentliche Frage ist: Was brauche ich eigentlich gerade, unabhängig davon, wie sich dieser Mensch verhält? Was ist mein nächster Schritt, wenn sich nichts an dieser Situation ändert? Was wäre möglich, wenn ich aufhöre, auf die Veränderung der anderen Person zu warten?

Grenzen setzen und Konsequenzen durchsetzen

Solange du keine Grenze setzt, weiß deine Mutter nicht, wie weit sie gehen kann. Der Wunsch, dass sie sich ändert, ohne ihr zu zeigen, was sich ändern soll, führt ins Leere. Menschen lernen, wie weit sie gehen können, durch das, was wir zulassen. Und wenn du anfängst, klare Grenzen zu setzen, gibst du nicht nur dir selbst diese Orientierung, sondern auch den Menschen, von denen du diese Grenze erwartest.

Es reicht nicht nur, die Grenze zu formulieren. Du musst auch die Konsequenz durchsetzen. Denn reden kann jeder, wenn der Tag lang ist. Wichtig ist, die Konsequenz mitzuteilen und sie dann auch umzusetzen, sofern die Grenze nicht eingehalten wurde. Hinter dieser Schwierigkeit, Grenzen zu setzen, steckt fast immer eine Prägung. Angst vor Ablehnung, Angst, jemanden zu verletzen, die Überzeugung, die eigenen Bedürfnisse als weniger wichtig anzusehen. Das sind Prägungen, die wir alle mit uns tragen. Aber das heißt nicht, dass es unmöglich ist.

Wir suchen oft die Lösung dort, wo wir keinen Zugriff haben, bei anderen Menschen, bei äußeren Umständen. Du kreierst dir das Umfeld, in dem du lebst, durch das, was du zulässt, durch das, wie du reagierst, dadurch, wie du Grenzen setzt und auch einhältst. Und das Schöne dabei ist: Wenn es in deiner Hand liegt, dann bedeutet das, dass du es auch verändern kannst. Auf wen oder was wartest du gerade, dass sich etwas verändert, damit du endlich das machen kannst, was du dir eigentlich schon lange vorgenommen hast?

Neuer Name, Umbruch & Misserfolg

Ich befinde mich gerade in einem Umbruch

Im Hintergrund verändert sich gerade sehr viel. Ich befinde mich gerade in einem Umbruch und dieser Umbruch bringt sehr viel Orientierungslosigkeit, Nebel und Frustration mit sich. Ich weiß aus Erfahrung, dass diese Phasen immer mal wieder kommen und dass sie auch vorbeigehen werden. Allerdings sehe ich das Ende gerade nicht und das ist sehr energiezehrend, sehr frustrierend und challenging. Ich werde dir keine Tipps geben heute. Ich werde einfach nur mal einen sehr transparenten Einblick in mein Leben, in meine aktuelle Lebensphase geben.

Ich merke, dass ich keine Lust mehr habe zu performen. Irgendetwas darzustellen, was ich nicht bin. Einen Expertenstatus zu etablieren, der gar nicht zu mir passt. Eine Maske aufrecht zu erhalten, weil man das halt so macht oder weil es die Strategie vorgibt. Mein Business, mein Podcast, mein Instagram-Kanal, also generell der ganze Auftritt online, den so zu gestalten, dass er zu mir passt und nicht umgekehrt. Ich glaube, das ist so der Kern von dem, was gerade so abgeht.

Der Podcast-Name und die Box, in die ich mich gequetscht habe

Ich habe mich dazu entschieden, den Podcast-Namen umzubenennen und das ist schon das dritte Mal. Seit ein paar Wochen schon fühlt er sich nicht mehr stimmig an. Wenn ich Content produziere auf Instagram zum Beispiel oder auch hier im Podcast, dann versuche ich all die Themen, die mich interessieren, über die ich dann sprechen möchte, irgendwie in die Box Trauma und Beziehungen zu quetschen. Und das fühlt sich schon lange sehr begrenzend an, also limitiert, und ich habe gemerkt, dass ich anfange zu prokrastinieren, weil ich mich nicht mehr frei fühle in meinem eigenen Business.

Ich stehe nach wie vor dahinter und sehe nach wie vor die Wichtigkeit in diesem Thema und dennoch merke ich, dass ich so viel mehr bin als nur das. Weil ich über das Manifestieren und das Universum sprechen will, ich will über Human Design sprechen, ich will über Timelines, frühere Leben oder parallele Leben sprechen. Ich möchte über Ernährung sprechen, über Gesundheit, über unseren Platz in der Welt. Habe ich mich lange in diese Box gequetscht und mir verboten, über diese Themen zu sprechen? Ja. Und das fühlt sich einfach nicht mehr richtig an.

Das Erste, was mir kam, war, ja, natürlich, Clarissa Metzé, das ist mein Name. Alles, was in meinem Kopf passiert, in meinen Gedanken, in meiner Welt, gehört zu mir. Und das muss reichen. Ich habe mich in einen Käfig gesetzt, bei dem ich dachte, dass er gut ankommt oder dass man ihn eben so baut, dass es eben dazu führt, ein Business aufzubauen. Ich habe mich dazu entschieden, mich zu trauen, einen anderen Weg zu gehen, fernab von jeglicher Strategie, und meine ganz eigene Strategie zu fahren.

Energiearbeit und die Angst, sich wirklich zu zeigen

Ich lerne gerade Energiearbeit und es gab eine Session letzte Woche, die den Stein so richtig ins Rollen gebracht hat. Herauskam innerhalb einer Akasha Chronik Session, dass ich mich hinter meinen Themen verstecke. Ich habe versucht, mich als Experte in dieser Nische zu positionieren und mein Anspruch war es, möglichst professionell zu wirken. Und das hat sich auch eine Zeit lang richtig gut angefühlt, weil es mir Stabilität und Orientierung gegeben hat. Mittlerweile merke ich aber, es fühlt sich nicht mehr stimmig an.

Jedenfalls habe ich gemerkt, dass ich mich hinter diesen Themen verstecke, weil ich eine Angst in mir wahrgenommen habe, abgelehnt zu werden, wenn ich mich wirklich zeige, wie ich bin. Und weil diese Stimme da ist, mache ich es trotzdem, um Beweise zu sammeln, dass danach nichts Schlimmes passieren wird. Vielleicht sogar fühlen sich andere Menschen, die das gerade hören, so angesprochen, weil es ihnen ähnlich geht. Und dann merken, ich bin ja gar nicht allein damit.

Misserfolge teilen, Selbstwert entkoppeln

Ganz konkret geht es um mein Miniprogramm, das ich über die letzten Wochen kreiert habe. Ich habe so viel Zeit, Energie und Geld da reingesteckt. Und als es dann soweit war und ich alles fertig hatte und ich nur darauf gewartet habe, dass Menschen jetzt kommen und es kaufen, ist nichts passiert. Niemand. Und es hat mich so frustriert. Ich habe mich angezweifelt. Ich habe mich einfach maximal abgelehnt gefühlt.

Warum trifft mich das so? Warum schäme ich mich dafür? Und Scham bedeutet, dass ich mich ablehne. Denn mit unangenehmen Gefühlen zu sitzen, ist verdammt scheiße, es ist unangenehm, aber gleichzeitig ist es so wertvoll, diesen Gefühlen Platz zu geben und Raum zu geben. Woran ich gerade also arbeite, ist, meinen Wert, meinen Selbstwert nicht in irgendein Ergebnis zu koppeln, sondern zu lernen, differenzierter zu denken. Es ist echt verführerisch, das zu tun, gerade mit einer solchen Prägung, wie ich sie eben mit mir trage.

In welcher Box befindest du dich gerade? Ist es eine Box, die du dir selber gebaut hast oder ist es eine Box, bei der du denkst, dass du da reingehörst, aber es eigentlich an allen Ecken und Enden zwickt, weil du nicht reinpasst?

23 – Was dir deine Kindheit über Liebe beigebracht hat

Du sitzt mit deinem Partner beim Abendessen. Er ist still und in Gedanken versunken und sofort startet in deinem Kopf ein Film. Habe ich etwas falsch gemacht? Ist er sauer auf mich? Fünf Minuten später entschuldigst du dich dafür, dass das Essen zu salzig ist, obwohl er kein Wort darüber verloren hat. Kommt dir das bekannt vor?

Heute sprechen wir über die fünf häufigsten Muster, die du über Liebe in deiner Kindheit gelernt hast und die dich als erwachsener Mensch sabotieren. Du erfährst, welche unbewussten Glaubenssätze deine Beziehungen bestimmen und wie du sie durch gesündere ersetzen kannst.

Hier findest du all meine Links: https://clarissamitc.com/links/

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(00:01:47) Wie Kinder liebe verstehen lernen

(00:02:25) 5 häufigsten destruktiven Regeln über Liebe

(00:11:31) Wie gesunde Liebe funktioniert

(00:13:42) 5 Schritte, dysfunktionale Muster zu durchbrechen

(00:18:15) Herausforderungen 

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19 – wie glaubenssätze deine beziehung steuern (ohne, dass du es merkst)

du gibst nach, obwohl du eine andere meinung hast. du entschuldigst dich für berechtigte bedürfnisse. du ziehst dich zurück, anstatt zu sagen, was du denkst. kennst du das?

heute sprechen wir über deine glaubenssätze. du erfährst, wie sie dein beziehungsverhalten steuern, ohne dass du es merkst. ich zeige dir konkrete alltagsbeispiele und wie du deine eigenen muster erkennen kannst.

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(00:01:49) was sind glaubenssätze und wie entstehen sie

(00:04:35) die häufigsten glaubenssätze in beziehungen

(00:07:36) konkrete alltagsbeispiele – wie sich glaubenssätze zeigen

(00:14:24) wie erkennst du deine glaubenssätze?
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0 – Trauma und Beziehungen – Trailer

Jeder Mensch trägt Trauma in sich. Besonders in Beziehungen zeigen sich innere Prägungen und gelernte Muster deutlich. In diesem Podcast geht es darum, wie Trauma unsere Beziehungen prägt. Wir sprechen über Beziehungsmuster, Bindung, Trauma Dynamiken, Traumaheilung, Selbstregulation und das Nervensystem.

Ich verbinde Wissenschaft mit Spiritualität und kombiniere mein Wissen aus der Neurobiologie, Psychotraumatologie, Nervensystemarbeit und energetischen Systemen wie Human Design.

Diese Verbindung eröffnet neue Perspektiven auf Heilung, Bewusstheit und die Gestaltung von gesunden Beziehungen. 

Jeden Donnerstag eine neue Folge, v

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