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die entscheidung fühlt sich richtig an – und trotzdem zweifelst du?

Transkript:

„ich glaube, jeder kennt das. man hat sich eigentlich schon längst entschieden. man weiß, was man will. und trotzdem fragt man nochmal nach. man holt sich ein nicken, eine meinung, ein kleines ja von außen. und ich frage mich manchmal, warum machen wir das eigentlich?

ich erinnere mich an eine situation, da wollte ich mir eine jacke kaufen. ich stand vor dem spiegel, die jacke hat mir gefallen, ich habe mich gut gefühlt, und trotzdem habe ich ein foto gemacht und es in die whatsapp-gruppe geschickt. und dann habe ich auf antworten gewartet. auf ein ja, kauf sie. auf ein nein, lass es sein. und ich dachte, warte mal kurz. ich weiß doch eigentlich schon, was ich will. warum brauche ich gerade dieses externes okay?

und das ist so ein kleines alltagsbeispiel, aber ich glaube, es steckt da etwas viel tieferes drin. dieses muster, dieser reflex, nach außen zu schauen, bevor wir nach innen schauen.

ich glaube, das fängt früh an. wir werden von klein auf darauf trainiert, dass andere wissen, was gut für uns ist. eltern, lehrer, freunde, gesellschaft. pass auf, mach das nicht, das ist falsch, das ist richtig. und irgendwann lernen wir, dass die stimmen von außen irgendwie verlässlicher sind als unsere eigene. und das sitzt tief.

und ich sage nicht, dass das alles schlecht war. vieles davon war fürsorge. vieles davon war schutz. aber es hat eben auch dazu geführt, dass wir unserem eigenen gefühl manchmal nicht mehr trauen. dass wir denken, ich bin mir nicht sicher, vielleicht liegt die andere person richtig und ich falsch.

dabei ist doch das bauchgefühl so ein starker kompass. und ich glaube, wir haben ihn verlernt zu nutzen.

was ich spannend finde, ist diese unterscheidung zwischen validierung holen und wirklich input brauchen. weil beides sieht manchmal gleich aus, aber es ist so unterschiedlich.

validierung holen heißt, ich weiß eigentlich schon die antwort, aber ich brauche jemanden, der mir sagt, dass ich recht habe. ich brauche die bestätigung von außen, damit ich mir sicher genug fühle, um das zu tun, was ich eh schon tun wollte.

und input holen heißt, ich stehe wirklich an einem punkt, wo ich nicht weiterkomme. wo ich eine perspektive brauche, die ich selbst gerade nicht habe. wo jemand anderes vielleicht erfahrung hat, die mir fehlt.

und der unterschied ist wichtig. weil wenn ich mir immer wieder bestätigung von außen hole, dann trainiere ich mich selbst darauf, meiner inneren stimme nicht zu vertrauen. ich gebe ihr immer weniger raum.

und dann wird sie leiser. und irgendwann höre ich sie kaum noch.

ich glaube, viele von uns haben sich das angewöhnt, weil es sich sicherer anfühlt. wenn jemand anderes sagt, ja mach das, dann liegt die verantwortung irgendwie nicht mehr nur bei mir. wenn es schiefgeht, dann hab ich ja nicht allein entschieden. und das nimmt druck. kurzfristig.

aber langfristig entfremdet es uns von uns selbst. und das ist so ein schleichender prozess, den man gar nicht so leicht bemerkt.

ich habe das selbst erlebt. ich habe phasen gehabt, wo ich wirklich fast jede entscheidung mit jemand anderem besprochen habe. was esse ich, was ziehe ich an, soll ich absagen oder zusagen, ist das okay was ich gerade fühle. und ich dachte, ich bin einfach jemand, der gerne austauscht. aber tatsächlich war es mehr als das. ich habe mir selbst nicht vertraut.

und das war so ein moment, wo ich gemerkt habe, okay, da ist was. da darf ich genauer hinschauen.

was hat mir geholfen, ist erstmal wahrzunehmen, wann ich das tue. einfach nur beobachten, ohne mich dafür zu verurteilen. oh, ich frage schon wieder nach. interessant. was steckt da gerade dahinter? bin ich wirklich unsicher oder will ich nur bestätigung?

und dann, was ich wirklich empfehle, ist eine kleine pause einzubauen, bevor man jemanden fragt. einfach mal einen moment innezuhalten und sich zu fragen, was denke ich selbst eigentlich gerade? was fühlt sich für mich richtig an? und das wirklich ernst nehmen.

nicht als eine stimme unter vielen, sondern als die erste stimme.

ich glaube nicht, dass wir immer alleine entscheiden müssen. ich glaube, austausch ist wertvoll, andere perspektiven sind wertvoll. aber ich glaube, es macht einen riesigen unterschied, ob du zuerst bei dir schaust und dann nach außen gehst, oder ob du sofort nach außen gehst und dir selbst gar keine chance gibst.

und je öfter du dir selbst zuerst vertraust, desto stärker wird diese stimme wieder. desto klarer wird dieser kompass.

du weißt eigentlich viel mehr als du denkst.“

Du weißt eigentlich schon die Antwort

Ich glaube, jeder kennt das. Man hat sich eigentlich schon längst entschieden. Man weiß, was man will. Und trotzdem fragt man nochmal nach. Man holt sich ein nicken, eine Meinung, ein kleines Ja von außen. Und ich frage mich manchmal, warum machen wir das eigentlich? Ich erinnere mich an eine Situation, da wollte ich mir eine Jacke kaufen. Ich stand vor dem Spiegel, die Jacke hat mir gefallen, ich habe mich gut gefühlt, und trotzdem habe ich ein Foto gemacht und es in die WhatsApp-Gruppe geschickt. Und dann habe ich auf Antworten gewartet. Auf ein Ja, kauf sie. Auf ein Nein, lass es sein. Und ich dachte, warte mal kurz. Ich weiß doch eigentlich schon, was ich will. Warum brauche ich gerade dieses externe Okay? Das ist so ein kleines Alltagsbeispiel, aber ich glaube, es steckt da etwas viel Tieferes drin. Dieses Muster, dieser Reflex, nach außen zu schauen, bevor wir nach innen schauen.

Frühe Prägungen und das Verlernen des Bauchgefühls

Ich glaube, das fängt früh an. Wir werden von klein auf darauf trainiert, dass andere wissen, was gut für uns ist. Eltern, Lehrer, Freunde, Gesellschaft. Und irgendwann lernen wir, dass die Stimmen von außen irgendwie verlässlicher sind als unsere eigene. Und das sitzt tief. Ich sage nicht, dass das alles schlecht war. Vieles davon war Fürsorge. Vieles davon war Schutz. Aber es hat eben auch dazu geführt, dass wir unserem eigenen Gefühl manchmal nicht mehr trauen. Dass wir denken, ich bin mir nicht sicher, vielleicht liegt die andere Person richtig und ich falsch. Das Bauchgefühl ist so ein starker Kompass. Und ich glaube, wir haben ihn verlernt zu nutzen.

Validierung holen oder wirklich Input brauchen

Was ich spannend finde, ist diese Unterscheidung zwischen Validierung holen und wirklich Input brauchen. Weil beides manchmal gleich aussieht, aber es ist so unterschiedlich. Validierung holen heißt, ich weiß eigentlich schon die Antwort, aber ich brauche jemanden, der mir sagt, dass ich recht habe. Ich brauche die Bestätigung von außen, damit ich mir sicher genug fühle, um das zu tun, was ich eh schon tun wollte. Und Input holen heißt, ich stehe wirklich an einem Punkt, wo ich nicht weiterkomme. Wo ich eine Perspektive brauche, die ich selbst gerade nicht habe. Wo jemand anderes vielleicht Erfahrung hat, die mir fehlt. Und der Unterschied ist wichtig. Weil wenn ich mir immer wieder Bestätigung von außen hole, dann trainiere ich mich selbst darauf, meiner inneren Stimme nicht zu vertrauen. Ich gebe ihr immer weniger Raum. Und dann wird sie leiser. Und irgendwann höre ich sie kaum noch.

Ich glaube, viele von uns haben sich das angewöhnt, weil es sich sicherer anfühlt. Wenn jemand anderes sagt, ja mach das, dann liegt die Verantwortung irgendwie nicht mehr nur bei mir. Wenn es schiefgeht, dann hab ich ja nicht allein entschieden. Und das nimmt Druck. Kurzfristig. Aber langfristig entfremdet es uns von uns selbst. Und das ist so ein schleichender Prozess, den man gar nicht so leicht bemerkt.

Ich habe das selbst erlebt. Ich habe Phasen gehabt, wo ich wirklich fast jede Entscheidung mit jemand anderem besprochen habe. Was esse ich, was ziehe ich an, soll ich absagen oder zusagen, ist das okay was ich gerade fühle. Ich dachte, ich bin einfach jemand, der gerne austauscht. Aber tatsächlich war es mehr als das. Ich habe mir selbst nicht vertraut.

Der eigenen Stimme wieder Raum geben

Was mir geholfen hat, ist erstmal wahrzunehmen, wann ich das tue. Einfach nur beobachten, ohne mich dafür zu verurteilen. Oh, ich frage schon wieder nach. Interessant. Was steckt da gerade dahinter? Bin ich wirklich unsicher oder will ich nur Bestätigung? Und dann, was ich wirklich empfehle, ist eine kleine Pause einzubauen, bevor man jemanden fragt. Einfach mal einen Moment innezuhalten und sich zu fragen, was denke ich selbst eigentlich gerade? Was fühlt sich für mich richtig an? Und das wirklich ernst nehmen. Nicht als eine Stimme unter vielen, sondern als die erste Stimme.

Ich glaube nicht, dass wir immer alleine entscheiden müssen. Ich glaube, Austausch ist wertvoll, andere Perspektiven sind wertvoll. Aber ich glaube, es macht einen riesigen Unterschied, ob du zuerst bei dir schaust und dann nach außen gehst, oder ob du sofort nach außen gehst und dir selbst gar keine Chance gibst. Und je öfter du dir selbst zuerst vertraust, desto stärker wird diese Stimme wieder. Desto klarer wird dieser Kompass. Du weißt eigentlich viel mehr als du denkst.

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