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63 – Neuer Name, Umbruch & Misserfolg

Clarissa mit C · Podcast

Ich stecke gerade mittendrin in einem Umbruch und ich weiß noch nicht, wo er hinführt. In dieser Folge gibt es keine Tipps, keine Erklärungen, keine fünf Schritte. Nur einen sehr ehrlichen Einblick in das, was gerade bei mir passiert - den Podcast Neustart, einen Kurs, den niemand gekauft hat, und das Gefühl, sich selbst hinter einer Strategie versteckt zu haben.

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Neuer Name, Umbruch & Misserfolg

Ich befinde mich gerade in einem Umbruch

Im Hintergrund verändert sich gerade sehr viel. Ich befinde mich gerade in einem Umbruch und dieser Umbruch bringt sehr viel Orientierungslosigkeit, Nebel und Frustration mit sich. Ich weiß aus Erfahrung, dass diese Phasen immer mal wieder kommen und dass sie auch vorbeigehen werden. Allerdings sehe ich das Ende gerade nicht und das ist sehr energiezehrend, sehr frustrierend und challenging. Ich werde dir keine Tipps geben heute. Ich werde einfach nur mal einen sehr transparenten Einblick in mein Leben, in meine aktuelle Lebensphase geben.

Ich merke, dass ich keine Lust mehr habe zu performen. Irgendetwas darzustellen, was ich nicht bin. Einen Expertenstatus zu etablieren, der gar nicht zu mir passt. Eine Maske aufrecht zu erhalten, weil man das halt so macht oder weil es die Strategie vorgibt. Mein Business, mein Podcast, mein Instagram-Kanal, also generell der ganze Auftritt online, den so zu gestalten, dass er zu mir passt und nicht umgekehrt. Ich glaube, das ist so der Kern von dem, was gerade so abgeht.

Der Podcast-Name und die Box, in die ich mich gequetscht habe

Ich habe mich dazu entschieden, den Podcast-Namen umzubenennen und das ist schon das dritte Mal. Seit ein paar Wochen schon fühlt er sich nicht mehr stimmig an. Wenn ich Content produziere auf Instagram zum Beispiel oder auch hier im Podcast, dann versuche ich all die Themen, die mich interessieren, über die ich dann sprechen möchte, irgendwie in die Box Trauma und Beziehungen zu quetschen. Und das fühlt sich schon lange sehr begrenzend an, also limitiert, und ich habe gemerkt, dass ich anfange zu prokrastinieren, weil ich mich nicht mehr frei fühle in meinem eigenen Business.

Ich stehe nach wie vor dahinter und sehe nach wie vor die Wichtigkeit in diesem Thema und dennoch merke ich, dass ich so viel mehr bin als nur das. Weil ich über das Manifestieren und das Universum sprechen will, ich will über Human Design sprechen, ich will über Timelines, frühere Leben oder parallele Leben sprechen. Ich möchte über Ernährung sprechen, über Gesundheit, über unseren Platz in der Welt. Habe ich mich lange in diese Box gequetscht und mir verboten, über diese Themen zu sprechen? Ja. Und das fühlt sich einfach nicht mehr richtig an.

Das Erste, was mir kam, war, ja, natürlich, Clarissa Metzé, das ist mein Name. Alles, was in meinem Kopf passiert, in meinen Gedanken, in meiner Welt, gehört zu mir. Und das muss reichen. Ich habe mich in einen Käfig gesetzt, bei dem ich dachte, dass er gut ankommt oder dass man ihn eben so baut, dass es eben dazu führt, ein Business aufzubauen. Ich habe mich dazu entschieden, mich zu trauen, einen anderen Weg zu gehen, fernab von jeglicher Strategie, und meine ganz eigene Strategie zu fahren.

Energiearbeit und die Angst, sich wirklich zu zeigen

Ich lerne gerade Energiearbeit und es gab eine Session letzte Woche, die den Stein so richtig ins Rollen gebracht hat. Herauskam innerhalb einer Akasha Chronik Session, dass ich mich hinter meinen Themen verstecke. Ich habe versucht, mich als Experte in dieser Nische zu positionieren und mein Anspruch war es, möglichst professionell zu wirken. Und das hat sich auch eine Zeit lang richtig gut angefühlt, weil es mir Stabilität und Orientierung gegeben hat. Mittlerweile merke ich aber, es fühlt sich nicht mehr stimmig an.

Jedenfalls habe ich gemerkt, dass ich mich hinter diesen Themen verstecke, weil ich eine Angst in mir wahrgenommen habe, abgelehnt zu werden, wenn ich mich wirklich zeige, wie ich bin. Und weil diese Stimme da ist, mache ich es trotzdem, um Beweise zu sammeln, dass danach nichts Schlimmes passieren wird. Vielleicht sogar fühlen sich andere Menschen, die das gerade hören, so angesprochen, weil es ihnen ähnlich geht. Und dann merken, ich bin ja gar nicht allein damit.

Misserfolge teilen, Selbstwert entkoppeln

Ganz konkret geht es um mein Miniprogramm, das ich über die letzten Wochen kreiert habe. Ich habe so viel Zeit, Energie und Geld da reingesteckt. Und als es dann soweit war und ich alles fertig hatte und ich nur darauf gewartet habe, dass Menschen jetzt kommen und es kaufen, ist nichts passiert. Niemand. Und es hat mich so frustriert. Ich habe mich angezweifelt. Ich habe mich einfach maximal abgelehnt gefühlt.

Warum trifft mich das so? Warum schäme ich mich dafür? Und Scham bedeutet, dass ich mich ablehne. Denn mit unangenehmen Gefühlen zu sitzen, ist verdammt scheiße, es ist unangenehm, aber gleichzeitig ist es so wertvoll, diesen Gefühlen Platz zu geben und Raum zu geben. Woran ich gerade also arbeite, ist, meinen Wert, meinen Selbstwert nicht in irgendein Ergebnis zu koppeln, sondern zu lernen, differenzierter zu denken. Es ist echt verführerisch, das zu tun, gerade mit einer solchen Prägung, wie ich sie eben mit mir trage.

In welcher Box befindest du dich gerade? Ist es eine Box, die du dir selber gebaut hast oder ist es eine Box, bei der du denkst, dass du da reingehörst, aber es eigentlich an allen Ecken und Enden zwickt, weil du nicht reinpasst?


Hast du Gedanken zu dieser Folge? Eine Frage, auf die du noch keine Antwort gefunden hast? Oder kennst du jemanden, den ich unbedingt mal interviewen sollte?