Du kreierst deine Realität
Du kreierst deine Realität. Das hast du sicher schon mal gehört. Aber was bedeutet das eigentlich? Und warum klappt es bei so vielen nicht, das Ergebnis zu erzählen, was die sich eigentlich wünschen? Die Welt ist nicht so, wie du sie siehst und die Welt ist auch nicht so, wie ich sie sehe. Die Welt ist so, wie jeder einzelne Mensch auf dieser Erde die Welt wahrnimmt. Und unsere Wahrnehmung ist geprägt davon, wie wir aufgewachsen sind, wie wir sozialisiert worden sind. Ich möchte heute sowohl aus spiritueller Sicht als auch aus wissenschaftlicher Sicht beleuchten, was genau hinter diesem Mechanismus steckt und was du brauchst, um deinen Fokus auf die Realität auszurichten, die du dir für dein Leben wünschst.
Wie dein Gehirn filtert, was du siehst
Jede Sekunde prasseln Millionen von Reizen auf uns ein. Geräusche, Bilder, Gerüche, Körperempfindungen, Gedanken und so weiter. Dein Gehirn kann das aber alles nicht gleichzeitig verarbeiten, es muss also filtern. Der Mechanismus, der das tut, den nennen Neurobiologen Reticular Activating System. Das ist ein Netzwerk von Neuronen in unserem Hirnstamm und es entscheidet sekündlich darüber, was unser Bewusstsein überhaupt erreichen soll, basierend auf dem, was du für relevant hältst und was du glaubst, was du erwartest. Dein Gehirn sieht nur, was es bereits kennt und für wahr erhält.
Ein einfaches Beispiel dazu kennst du wahrscheinlich aus deinem eigenen Leben. Stell dir ein bestimmtes Auto vor, das du vielleicht haben möchtest, oder du bist schwanger und plötzlich siehst du nur schwangere Frauen oder Frauen mit Kindern oder eben diese bestimmte Automarke, die du haben willst. Vorher waren diese Autos und die schwangeren Frauen auch schon da. Aber die wurden rausgefiltert, die hast du nicht gesehen.
Und das Schöne ist, dass dasselbe genau mit deinen Überzeugungen passiert. Wenn du glaubst, dass Veränderung schwer ist, dann filtert dein Gehirn genau die Beweise heraus, die dir bestätigen, dass Veränderung schwer ist. Wenn du glaubst, dass du immer zu viel bist, dann wird dein Gehirn dir Beweise liefern, um dich zu bestätigen. In der Psychologie gibt es auch einen Begriff dafür, und zwar die selbsterfüllende Prophezeiung. Das heißt, eine Erwartung oder Überzeugung, wenn sie stark genug gehalten wird, beeinflusst das eigene Verhalten so, dass es sich selbst bestätigt. Das bedeutet, die Überzeugung, die du von dir hast, formt dein Verhalten, und dein Verhalten formt deine Realität, und deine Realität bestätigt deine Überzeugungen wiederum, die du von dir hast. Das ist ein Kreislauf, der sich immer wieder bewahrheitet.
Dein Gehirn baut für jeden Gedanken und jedes Verhalten, das du oft genug wiederholst, neuronale Netzwerke auf. Das kannst du dir vorstellen wie eine Autobahn. Je häufiger sie wiederholt werden, desto stärker und schneller werden sie zu einer Autobahn. Wo hingegen ein neues Verhalten, ein neuer Gedanke, eine neue Überzeugung erstmal die Schotterpiste fährt. Und wenn wir dann vor einer Situation stehen, wenn wir eine Entscheidung treffen möchten, dann entscheidet unser Gehirn sich immer für den schnellsten Weg und nimmt in der Regel die Autobahn.
Gesetz der Resonanz, Quantenphysik und die Macht der Perspektive
Das Gesetz der Resonanz beschreibt, dass du ausstrahlst, was du bist. Das Universum antwortet auf einen Zustand, auf deine Frequenz, auf das, was du in dir trägst. Es antwortet auf das, was du wirklich glaubst, was wahr ist. Gleiches zieht Gleiches an. Die Energie, die du in dir trägst, die du ausstrahlst, die matcht mit den Energien, die dazu passen. Gleiches findet man auch in der Quantenphysik. Da gibt es den Beobachtereffekt. Ein Quantenteilchen existiert in einem Zustand aller Möglichkeiten gleichzeitig, bis es beobachtet wird. Erst durch die Beobachtung kollabiert es in einen definierten Zustand. Der Beobachter ist also nicht getrennt von dem, was er beobachtet, er ist Teil davon.
Also all das aus der Quantenphysik, aus der spirituellen Sicht, mit dem Gesetz der Resonanz, die selbsterfüllende Prophezeiung, beschreiben alle dasselbe. Wie du beobachtest, mit welchem inneren Zustand du auf die Welt schaust, beeinflusst, was du wahrnimmst, was du für möglich hältst. Und das bedeutet auch, wenn dein Fokus täglich auf dem liegt, was dir fehlt, was du nicht hast, was nicht geklappt hat, dann kreierst du mehr davon. Und das Schöne ist, was in die eine Richtung geht, geht auch in die andere Richtung, gezwungenermaßen. Das heißt, wenn du deinen Fokus auf das ausrichtest, was du haben möchtest, kreierst du mehr davon.
Identifikation versus Integration von Prägungen
Ich habe mich in meinem Leben übermäßig angepasst, dass das, was gerade gebraucht wurde, erfüllt worden ist, ohne dabei auf meine eigenen Bedürfnisse zu achten. Früher in meiner Arbeitswelt wurde ich das Chamäleon genannt, weil ich mich an alle Situationen und alle Menschen immer bestmöglichst anpassen konnte. Ich selber, mit meiner Identität, hatte da gar keinen Platz mehr. Und diese innere Überzeugung hat dafür gesorgt, dass ich Menschen in mein Leben ziehe, die genau davon profitieren.
Irgendwann habe ich begonnen, diese Fähigkeit mal aus einer anderen Perspektive zu sehen. Ich kann meine Sprache verändern, wenn ich will. Ich kann meine Körperhaltung anpassen, wenn ich will. Ich kann jeder Person auf Augenhöhe begegnen, wenn ich das will. Die Frage ist nur, wie und wann setze ich das ein, und zwar selbstbestimmt aus mir heraus. Das heißt, die Prägung verändert sich gar nicht, aber die Bedeutung, die ich ihr gebe, verändert sich, und das kreiert wiederum meine neue Realität.
Wenn du dich mit einer Prägung identifizierst, dann kreierst du mehr davon, weil es deine Identität ist. Wenn du sie allerdings integrierst und die Macht darüber hast, aus welcher Perspektive du sie beleuchtest, kreierst du gemeinsam mit ihr. Also, wir suchen oft nach dem richtigen Weg, nach der richtigen Entscheidung, nach dem richtigen Moment. Aber die Frage ist eher, wer bist du, der das entscheidet? Welchen Zustand trägst du in dir, während sich dein Leben bewegt, während sich dein Leben entfaltet? Genau das ist die Frequenz, die deine Realität bestimmt. Das, was du für wahr hältst, wird sich als Wahrheit in deinem Leben zeigen.
Wenn du wirklich, wirklich ehrlich zu dir bist: Was denkst du über dich, wirklich in den Momenten, in denen etwas nicht so klappt, wie du es dir vorstellst? Und wie passen die Gedanken zu dem Ergebnis oder dem Ziel, das du dir eigentlich wünschst?